Den klassischen Whiskey Sour kennt jeder. Unsere Variante mit LÆPOCA Mezcal und Amaro Montenegro nicht. Statt Bourbon kommt Mezcal Espadín ins Glas, statt Zuckersirup ein Schuss Amaro. Dazu Limette, Eiweiß und zwei Kaffeebohnen als Garnitur. Klingt ungewöhnlich. Schmeckt aber besser als jeder Bourbon Sour.
5 MinZubereitung
3/3Schwierigkeit
TumblerGlas
2Rezepte
Zwei Rezepte. Eine Cocktail-Familie.
Sours sind alle gleich aufgebaut: Spirituose, Zitrussaft, Süße, oft ein Eiweiß für die Crema. Der klassische Whiskey Sour nutzt Bourbon, Zitrone und Zuckersirup. Unsere Mezcal-Version dreht das Rezept einmal komplett. Statt Bourbon Mezcal Espadín. Statt Zitrone frische Limette. Statt Zuckersirup Amaro Montenegro. Plus eine Spur Agavensirup zum Abrunden.
Klassisch · 1862
Klassischer Whiskey Sour mit Bourbon
Der Cocktail aus Jerry Thomas Bartender's Guide. Bourbon, Zitrone, Zucker.
Wenn du Eiweiß verwendest: alle Zutaten ohne Eis in den Shaker geben und 60 Sekunden kräftig schütteln. Das nennt sich Dry Shake. Das Eiweiß wird dabei schaumig.
Shaker öffnen, Eiswürfel hinzufügen und weitere 20 Sekunden schütteln. Der Drink wird jetzt eiskalt.
Ohne Eiweiß: Bourbon, Zitronensaft und Zuckersirup direkt mit Eis in den Shaker geben und 15 Sekunden schütteln.
Durch ein feines Sieb in einen vorgekühlten Tumbler oder eine Coupe abseihen.
Mit einem Zitronenschnitz garnieren. Wer eine Cocktail-Kirsche dazu legt: das ist der New Yorker Stil.
LÆPOCA · Amaro-Twist
LÆPOCA Mezcal Sour
Mezcal trifft italienischen Amaro. Mit Kaffeebohnen als Garnitur.
Fünf Minuten zum perfekten Sour. Inklusive der Dry-Shake-Technik (60 Sekunden ohne Eis), dem zweiten Schütteln mit Eis und der Kaffeebohnen-Garnitur, die jeder Bartender liebt.
LÆPOCA · Mezcal Sour mit Amaro und Kaffeebohnen
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LÆPOCA Mezcal EspadínAus der 500-ml-Flasche · 100 % Agave
—cl
Frische Limetten1 Limette ≈ 3 cl Saft · Bio empfohlen
—Limetten
Amaro Montenegro NoninoItalienischer Kräuterlikör · 700-ml-Flasche reicht weit
—cl
Agavensirup1 TL pro Drink · Bio-Qualität
—cl
Frische Eier (für Eiweiß)1 Ei reicht meist für 2 Drinks · Bio empfohlen
—Eier
Kaffeebohnen (für Garnitur)2 Bohnen pro Drink
—Kaffeebohnen
EiswürfelCa. 8 pro Drink · für Shaker und Vorkühlung
—Würfel
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Vier Tipps für einen besseren Sour
Der Sour sieht einfach aus, aber bei der Zubereitung kann viel schiefgehen. Das Eiweiß flockt, der Shaker bricht, die Crema bildet sich nicht. Vier Bartender-Tipps, die das verhindern.
Regel 01
Dry Shake ist Pflicht.
Der größte Fehler beim Sour mit Eiweiß: gleich mit Eis schütteln. Das Eiweiß kühlt zu schnell ab, bevor sich der Schaum bilden kann. Lösung: erst ohne Eis schütteln, eine ganze Minute lang. Dann erst Eis dazu und 30 Sekunden weiter. So entsteht die dicke weiße Crema oben auf dem Drink.
Regel 02
Eiweiß oder Aquafaba?
Vegan oder kein frisches Ei zur Hand? Aquafaba ist die Antwort. Das ist das Wasser aus der Kichererbsen-Dose. Klingt seltsam, funktioniert aber genauso gut wie Eiweiß. 2 cl Aquafaba pro Drink. Aus einer Dose Kichererbsen bekommst du etwa 10 Drinks an Schaum.
Regel 03
Frische Limette schlägt jede Flasche.
Limettensaft aus der Flasche schmeckt bitter und chemisch. Beim Sour, der ja von der Säure lebt, ist das ein Drink-Killer. 30 Sekunden Limette pressen lohnt sich. Tipp: Limette zwischen den Händen warm rollen vor dem Pressen. Gibt mehr Saft.
Regel 04
Kaffeebohnen sind nicht nur Deko.
Die zwei Kaffeebohnen auf der Crema sehen gut aus. Aber sie haben auch eine Funktion. Beim ersten Schluck riechst du Espresso-Aromen, die dann auf den Mezcal-Rauch im Mund treffen. Drei Geschmacksschichten zur Begrüßung. Espresso-Röstung nehmen, nicht hellere Sorten.
Welcher Amaro für den Mezcal Sour?
Amaro ist italienischer Kräuterlikör. Davon gibt es Dutzende Sorten, alle anders. Für den Mezcal Sour funktionieren vier besonders gut. Hier die Übersicht, was jeder Amaro mitbringt.
Die vier passenden Amari
Von süß und sanft bis bitter und intensiv.
Amaro Montenegro
Bologna · sanft süß
Unser Lieblings-Amaro für den Sour. Mit 40 Kräutern, Orange und Vanille-Noten. Süßer als die meisten Amari und nicht zu bitter. Macht den Drink rund und zugänglich. Etwa 22 € pro Flasche.
Amaro Nonino Quintessentia
Friaul · komplex elegant
Premium-Amaro auf Grappa-Basis. Komplexer und trockener als Montenegro, mit Karamell und Holznoten. Macht den Sour erwachsener und tiefer. Etwa 35 €.
Averna
Sizilien · kräuterig
Kräftiger Sizilianer mit Mandel- und Orangennoten. Bitterer als Montenegro, weniger süß. Funktioniert mit dem Mezcal-Rauch besonders gut. Etwa 20 €.
Amaro Ramazzotti
Mailand · klassisch bitter
Der bekannteste Amaro in Deutschland. Süß-bitter mit Anis und Süßholz. Günstigste Option und gut verfügbar. Funktioniert, aber Montenegro ist die weitaus bessere Wahl. Etwa 13 €.
Der Sour kommt von der See
Die Idee hinter dem Sour ist älter als der Cocktail selbst. Seefahrer im 18. Jahrhundert mischten Spirituosen mit Limetten und Zitronen, weil die Zitrusfrüchte vor Skorbut schützten. Aus reiner Notwendigkeit wurde eine ganze Drink-Kategorie.
Die britische Royal Navy rationierte Rum mit Limettensaft (daher der Begriff Limey für Briten). Die US Navy mischte Whiskey mit Zitronensaft. Aus diesen Schiffsrationen entwickelten Bartender später die Sour-Familie: Whiskey Sour, Pisco Sour, Brandy Sour und viele mehr.
Die erste schriftliche Erwähnung des Whiskey Sour als Cocktail findet sich 1862 in Jerry Thomas Buch The Bartender's Guide. Damit gehört der Sour zu den ältesten dokumentierten Cocktails überhaupt. Älter als Manhattan, älter als Old Fashioned.
„A Whiskey Sour, made of one large teaspoonful of sugar, juice of half a small lemon, one wine-glass of whiskey." — Jerry Thomas, The Bartender's Guide, 1862
Der klassische Sour blieb über 150 Jahre unverändert. Bourbon, Zitrone, Zucker, manchmal Eiweiß. Erst die moderne Cocktail-Renaissance ab den 2000ern brachte Variationen. Bartender begannen mit anderen Spirituosen zu experimentieren. Gin Sour, Pisco Sour, Amaretto Sour. Und seit etwa 2015 auch der Mezcal Sour.
Die LÆPOCA-Version mit Amaro Montenegro ist neuer. Sie entstand aus dem Wunsch, dem Sour mehr Tiefe zu geben. Amaro bringt Kräuter und Bitterstoffe rein, die mit dem Mezcal-Rauch besser harmonieren als einfacher Zuckersirup. Die Kaffeebohnen-Garnitur ist die optische Krönung.
Warum funktioniert Mezcal im Sour?
Der klassische Whiskey Sour ist warm, süß und vom Bourbon dominiert. Bourbon bringt Vanille und Eichenfass-Noten mit. Wenn man ihn durch Mezcal ersetzt, ändert sich der ganze Charakter.
Mezcal bringt Rauch statt Vanille. Der Drink wird weniger süß, mehr erdig. Die Limettensäure schneidet schärfer durch als Zitronensaft beim Klassiker. Plötzlich schmeckt der Drink eher nach Sommer als nach Kamin.
Der Amaro Montenegro ist die Brücke. Er bringt Kräuter, Orange und etwas Süße ins Glas. Das verbindet den Mezcal-Rauch mit der Limettensäure. Ohne Amaro wäre der Drink zu kantig. Ohne Eiweiß zu flach. Ohne Mezcal wäre er nur ein weiterer Whiskey Sour.
Die Kaffeebohnen sind das Tüpfelchen auf dem i. Espresso-Aromen treffen Mezcal-Rauch. Zwei rauchige Welten begegnen sich. Beim ersten Schluck riechst du Kaffee, dann kommt der Mezcal. Klingt verrückt, schmeckt aber genau richtig.
Sieben Variationen des Sours
Die Sour-Familie ist groß. Pisco, Bourbon, Brandy, Amaretto. Alle nach dem gleichen Prinzip: Spirituose, Zitrus, Süße, oft Eiweiß. Sieben Versionen, die jeder Bartender im Kopf haben sollte.
Boston Sour
Mit Eiweiß · USA
Der klassische Whiskey Sour, aber mit Eiweiß. Macht den Drink cremiger und gibt die typische weiße Crema oben. Wer den Sour zum ersten Mal probiert: so soll er aussehen.
New York Sour
Mit Rotwein-Floater · New York
Wie der Whiskey Sour, aber mit einer Schicht Rotwein obendrauf. 1,5 cl trockener Rotwein vorsichtig über einen Barlöffel auf die Crema gießen. Sieht spektakulär aus mit der roten Schicht über dem cremig-gelben Drink.
Pisco Sour
Peruanisch · Pisco statt Whiskey
Der südamerikanische Cousin. 6 cl Pisco, 2 cl Limette, 2 cl Zuckersirup, 1 Eiweiß, Angostura Bitter obendrauf. Peru und Chile streiten bis heute, wer ihn erfunden hat.
Amaretto Sour
Mandel · Italien
Amaretto Disaronno statt Bourbon. Süßer und mandelig. Beliebt in den USA der 1970er, heute eher Sommer-Cocktail. 6 cl Amaretto, 3 cl Zitrone, optional 1,5 cl Bourbon für mehr Tiefe.
Brandy Sour
Zypern · National-Cocktail
Zyperns inoffizieller National-Cocktail. Brandy, Zitrone, Zuckersirup, dazu Angostura Bitter und Soda. Eher ein Highball als ein klassischer Sour. Beliebt in Strandbars rund ums Mittelmeer.
Frisco Sour
Bénédictine · San Francisco
Sour mit Bénédictine (französischer Kräuterlikör) statt Zuckersirup. 4,5 cl Bourbon oder Rye, 3 cl Bénédictine, 2 cl Zitronensaft. Bringt Kräuter-Komplexität rein. Verwandt mit unserem Mezcal Sour, der Amaro nutzt.
Smoky Mezcal Sour
LÆPOCA-Steigerung
Unser Rezept mit doppelter Rauchnote: 4,5 cl LÆPOCA Mezcal, 2 cl Islay Whisky (Laphroaig oder Ardbeg), 4 cl Limette, 2 cl Amaro Nonino, 1 Eiweiß. Maximal rauchig. Nur für Mezcal-Profis.
Häufige Fragen zum Mezcal Sour
Brauche ich unbedingt Eiweiß?
Nicht zwingend. Der Sour funktioniert auch ohne, dann fehlt aber die cremige Crema oben. Wer es vegan mag oder kein frisches Ei verwenden möchte, nimmt Aquafaba. Das ist das Wasser aus einer Dose Kichererbsen, etwa 2 cl pro Drink. Funktioniert genauso gut wie Eiweiß und niemand schmeckt den Unterschied.
Warum Amaro Montenegro und nicht Triple Sec?
Triple Sec ist süß und bringt Orangennoten. Amaro Montenegro bringt 40 verschiedene Kräuter mit. Mehr Komplexität, weniger Süße. Das passt zum Mezcal viel besser. Wer Triple Sec verwendet, bekommt einen Sour, der nach Margarita schmeckt. Amaro macht den Sour zu einem eigenständigen Cocktail mit Charakter.
Was ist der Dry Shake und wie funktioniert er?
Der Dry Shake ist die wichtigste Technik beim Sour mit Eiweiß. Alle Zutaten kommen ohne Eis in den Shaker. Dann eine ganze Minute kräftig schütteln. Das Eiweiß wird dabei schaumig und aufgeschlagen, ähnlich wie beim Backen. Danach erst Eis dazu und nochmal 30 Sekunden schütteln. Der Schaum bleibt erhalten und bildet die typische Crema oben auf dem Drink.
Welcher Mezcal eignet sich am besten für den Sour?
LÆPOCA Mezcal Espadín funktioniert ideal. Moderate Rauchnoten, harmoniert mit Amaro und Limette ohne sie zu überdecken. Wildagaven wie Tepeztate oder Tobalá sind für den Sour zu komplex und zu schade. Wer mehr Tiefe möchte: ein Ensamble (Mischung mehrerer Agaven). Für den extremen Smoky-Sour aus den Variationen kombiniert man Mezcal mit einem stark getorften Islay-Whisky.
Kann ich den Mezcal Sour vorbereiten?
Nein, der Sour muss frisch gemixt werden. Das Eiweiß bildet seinen Schaum nur direkt beim Schütteln. Vorbereitet schmeckt der Drink flach und sieht nicht mehr nach Sour aus. Was du vorbereiten kannst: Mezcal, Amaro und Agavensirup vormischen. Dann beim Servieren nur noch Limette und Eiweiß dazu und kurz schütteln.
Was kann ich statt Kaffeebohnen als Garnitur nehmen?
Kaffeebohnen sind unsere Empfehlung wegen der Aromen-Verbindung zum Mezcal. Aber es geht auch anders. Klassisch ist ein Zitronen- oder Limettenschnitz. Im New Yorker Stil eine Cocktail-Kirsche mit Stiel. Wer es spektakulär will: ein paar Tropfen Angostura Bitter auf die Crema legen und mit einem Zahnstocher Muster ziehen.
Wie viele Kalorien hat ein Mezcal Sour?
Ein LÆPOCA Mezcal Sour hat etwa 195 kcal. Der klassische Whiskey Sour liegt bei 200 kcal. Im Vergleich: Eine Mezcal Margarita hat etwa 220 kcal, ein Mezcal Paloma etwa 180 kcal. Wer Kalorien sparen will: weniger Agavensirup oder ihn komplett weglassen. Der Amaro bringt schon genug Süße mit.
Eine 500-ml-Flasche LÆPOCA Mezcal Espadín reicht für etwa 11 Sours. Artesanal aus Santiago Matatlán, Oaxaca. Plus Amaro, Limetten und ein paar Eier. Mehr brauchst du nicht.